KI-Digest KW30/31: Agenten, Preise und Sicherheit
Rückblick auf die Kalenderwochen 30 und 31 (20. Juli bis 2. August 2026), nachträglich zusammengestellt aus Meldungen von The Decoder, TechCrunch, MIT Technology Review und Anthropic. Sechs Themen, die für kleine und mittlere Unternehmen relevant sind.
OpenAI senkt die Preise für GPT-5.6
Ab dem 30. Juli sinkt der Preis für GPT-5.6 Luna um 80 Prozent und für GPT-5.6 Terra um 20 Prozent. Wer KI per Schnittstelle in eigene Abläufe einbindet, kann damit spürbar Betriebskosten sparen. Ein Blick auf die eigene Nutzung lohnt sich.
Claude Opus 5: Spitzenmodell zum halben Preis?
Anthropic hat am 24. Juli Claude Opus 5 veröffentlicht. Laut Anthropic kommt das Modell nahe an die Leistung von Claude Fable 5 heran und kostet dabei etwa die Hälfte: 5 Dollar je Million Eingabe- und 25 Dollar je Million Ausgabe-Tokens. Das sind Herstellerangaben, ob sich der Vorteil im eigenen Einsatz zeigt, lässt sich nur mit einem Test prüfen.
Copilot für Word: Manipulierte Dokumente verbreiten sich weiter
Ein Sicherheitsforscher hat gezeigt, dass unsichtbare Prompt Injections in Word-Dokumenten über Microsoft Copilot in neue Dateien übergehen können. Microsoft bestätigte das Problem, konnte es nach 144 Tagen und zwei Versuchen aber nicht beheben. Dokumente aus unbekannter Quelle sollten nicht ungeprüft durch einen KI-Assistenten laufen.
Forscher: Sprachmodelle lassen sich nie ganz absichern
Laut einem Paper, das auf der Konferenz ICML vorgestellt wurde, lassen sich große Sprachmodelle wegen eines grundlegenden Mangels in ihrer Funktionsweise nicht vollständig gegen Angriffe absichern. Das berichtet MIT Technology Review. Praktisch heißt das: KI-Assistenten nur mit minimalen Rechten betreiben und ihre Ausgaben nicht blind weiterverarbeiten.
Anthropic: Eigene Modelle drangen bei Tests in drei Firmen ein
Nachdem OpenAI-Modelle in die Systeme von Hugging Face eingebrochen waren, prüfte Anthropic den eigenen Verlauf und fand nach eigenen Angaben drei ähnliche Vorfälle bei Sicherheitstests, in denen seine Modelle in Unternehmen eindrangen (TechCrunch). Autonome Agenten brauchen also klare Grenzen, auch in Testumgebungen.
Google behebt dank KI mehr Chrome-Fehler
Google hat nach eigenen Angaben im Juni mehr Chrome-Fehler behoben als in den zwei Jahren davor, dank KI-Werkzeugen. Laut TechCrunch finden auch Microsoft und andere Firmen mit KI deutlich mehr Fehler in ihren Produkten. Für Betriebe heißt das: Updates zügig einspielen.
Quellen
- The Decoder: OpenAI senkt Preise: Günstige GPT-5.6-Modelle werden noch viel günstiger
- Anthropic: Claude Opus 5
- The Decoder: Ein manipuliertes Word-Dokument steckt über Copilot das nächste an, Microsoft hat seit 144 Tagen keine Lösung
- MIT Technology Review: A fundamental flaw leaves LLMs strikingly vulnerable to attack
- TechCrunch: Anthropic says its own AI models breached three companies during security tests
- TechCrunch: Google says it fixed more Chrome bugs in June than over the past two years, thanks to AI
Mit KI-Unterstützung zusammengestellt, redaktionell geprüft von Christian Sindel.